Mix-Martial-Arts (MMA) / Pankration
Mix-Martial-Arts
Das MMA ist ein hybrider Vollkontaktkampfsport, welcher alle Kampfsporten und Kampfkünste vereint und jegliche Distanzen, wie Tritte, Schläge, Würfe (Takedown), Würge- / Hebeltechniken und den Bodenkampf mit einander verbindet.
Das MMA ist durch wenige Regeln beschränkt. Ziel des MMA ist es, den Gegner in einem Kampf zu besiegen, bis er durch Abklopfen aufgibt (Submission), bzw. K.O. geht oder der Schiedsrichter den Kampf abbricht. Beim MMA kommt es Gegensatz zum klassischen Ringkampf nicht darauf an den Gegner mit beiden Schultern aufs Kreuz zu legen. Hier kann selbst aus der Rückenlage heraus, der Gegner noch besieget werden.
In Deutschland ist das MMA auch als Free-Fight oder Mixed-Fight bekannt. Als besondere Art des Mix Martial Arts kann auch das japanische Shooto oder das ebenfalls in Japan beliebte „Pancrase“ bezeichnet werden. Das in Brasilien bekannte „Vale Tudo“ (portugiesisch: „alles erlaubt“) entspricht einer variierten Form des MMA.
Das MMA entspringt dem altgriechischen Allkampf: Pankration, der dei den 33. Olympischen Spielen, 648 v. Chr. erstmalig als letzte Wettkampf-Disziplinen gedient hat. Damals galt es als Mischung des Boxen und Ringen. Alle Angriffe bis auf Schläge in die Genitalien und das Ausstechen der Augen waren erlaubt Heute gibt es modernere Formen des Pankration (Pankration athlima).
Das Training im MMA ist sehr umfangreich und schließt allen motorischen Grundeigenschaften (Kraft, Ausdauer, Gewandtheit, Koordination und Schnelligkeit) in Form von Pratzen-Arbeiten (Padswork), Partnerübungen und kampfsportspezifischen Zirkeltraining etc. mit ein. Das einheitliche strukturierte Training und stellt hohe Anforderungen an die Athleten.
Pankration
Das Pankration (griechisch Allkampf, Gesamtkampf) bezeichnet eine Kampfsportart bei den altgriechischen Festspielen, die erstmalig 648 v. Chr. bei den 33.Olympischen Spielen nachweisbar ist. Die Griechen glaubten, dass Pankration von Theseus gegründet wurde.
Das Pankration fand stets am fünften und damit letzten Wettkampftag statt. Es war eine Verbindung von Ringen (Pale) und Boxen (Pygme), wobei im Gegensatz zum Boxen mit bloßen Händen (ohne Nutzung von Bandagen) gekämpft wurde. Die Kämpfe fanden auf lockerem Sand statt. Der Sieg beim Pankration führte nur über K.O., Aufgabe oder den Tod des Gegners. Anders als beim Ringen oder Boxen waren die Sportler keinen technischen Beschränkungen unterworfen. Das heißt, es waren sowohl Schläge und Tritte, Knie- und Ellenbogenstöße aber auch Würfe, Hebel und Würgegriffe sowohl im Stand, als auch im Bodenkampf erlaubt. Nur das Beißen des Gegners und das Eindrücken der Augen waren verboten. Aufgrund dieser Regeln wurde beim Pankration nahezu jede Methode genutzt, um den Gegner in einen kampfunfähigen Zustand zu versetzen.
Sieg und Ehre! Traditioneller Gruß der Pankratiasten
Die Kämpfer wurden Pankratiasten genannt. Bei dem Kampf gab es einen Schiedsrichter (helladoniken), der die Einhaltung der Regeln überwachte und den Sieger bestimmte.
Ein berühmter Athlet der diese Disziplin bei den olympischen Spielen mehrfach gewann, war Theagenes aus Thassos. Laut der der Internetseite des IOC wurde Plato selbst einmal Doppelsieger in dieser Disziplin.
Heute gibt es Versuche, das Pankration in einer “zivilisierteren” Form wieder olympisch zu machen, oder zumindest wieder als eigenständigen und ernstzunehmenden Sport in Form des “pangration athlima” zu etablieren.
Auch das brasilianische Vale Tudo (Valetudo) und die an Popularität zunehmenden Mixed-Martial-Arts und “Freefights” beleben die Tradition des stilfreien Allkampfes neu.
